Wer spendet Bandbreite?

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Freier Internetzugang vom Bahnhof bis zum Schloss

VON ELMAR SCHULTEN (WLZ)

Bad Arolsen – Ein kostenloser Internetzugang über freies W-LAN in der Bahnhof- und Schlossstraße soll künftig als zusätzlicher Service für Einwohner und Gäste der Stadt angeboten werden. Freies W-LAN ist schon mehrfach im Stadtparlament diskutiert worden, doch bisher waren die Kosten zu hoch.

Nun aber bietet der Verein „Freifunk Nordhessen“ mit zwei aktiven Fürsprechern aus Bad Arolsen eine kostengünstige Alternative an. Benjamin Willers aus Wetterburg und Andreas Schad aus Bad Arolsen erläuterten auf Einladung von Bürgermeister Jürgen van der Horst im Restaurant „Friedrichs“ die Technik und die rechtlichen Hintergründe.

Bisher scheuten nämlich viele Gaststätten das freie W-LAN für ihre Gäste, weil sie fürchteten, dass sie für strafrechtlich relevante Klicks ihrer Gäste in Haftung genommen werden könnten.

Dieses Haftungsrisiko übernimmt der Verein Freifunk, der als Internetprovider gilt und die nötigen Vorkehrungen trifft.

Den eigentlichen Internetzugang aber stellen Gaststätten und Gewerbetreibende zur Verfügung, indem sie Freifunk einen bestimmten Teil ihrer vertraglich gebuchten Bandbreite zur Verfügung stellen und quasi spenden.

Die Freifunktechnik dockt hier an und verbreitet das Internetsignal über sogenannte Mesh-Technik, so weit die Funkreichweite trägt. Idealerweise zahlen die Gewerbetreibenden einen bescheidenen Jahresbeitrag von 20 Euro zur Finanzierung der technischen Infrastruktur.

Bürgermeister Jürgen van der Horst hofft aber, diese über einen Zuschuss aus dem Leader-Programm reduzieren zu können.

Alle interessierten Geschäftsleute der Bahnhof- und Schlossstraße, die ihren Kunden einen freien Internetzugang ermöglichen möchten, sind am Mittwoch, 15. September, um 11 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ins Bürgerhaus eingeladen. Der Rathauschef erhofft sich von dem neuen Angebot einen „Qualitätssprung“ für die Einkaufsstadt Bad Arolsen.

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